TracePen Launch Series 1: Probleme der Heutigen Robotikindustrie

Mai 15, 2020

Um eine tragfähige Lösung für ein bestehendes Problem präsentieren zu können, ist es wichtig, zunächst den eigentlichen Kern des Problems und die spezifischen Problemstellen zu verstehen, auf die die Lösung abzielt. Im Artikel über die Geschichte von Wandelbots erklärten wir, warum und wie das Unternehmen gegründet wurde. In diesem Artikel jedoch, besprechen wir die wichtigsten Probleme, die es in der Robotik-Branche gibt und wie sie unser Produkt – der TracePen – löst.

Dieser ist der Erste einer Reihe von Blog-Artikeln, die in den nächsten Wochen vor der Einführung des TracePen veröffentlicht werden. Wir beginnen mit der wichtigsten Frage: Was sind die wirklichen Probleme?

Problem 1: Der industrielle Robotertechnologie-Stack stammt aus den 90er Jahren

Während die Welt in fast allen Bereichen rasche technologische Fortschritte gemacht hat, ist dies bei der Industrierobotertechnologie leider nicht der Fall. Die verwendeten Technologien und Ansätze reichen bis in die frühen 1990er Jahre zurück und haben sich seither meist nicht verändert. Obwohl die Einführung moderner kollaborativer Roboter (Cobots) eine erhöhte Flexibilität ermöglicht, ist der Technologiestack immer noch ziemlich veraltet. Auch moderne gemeinschaftsbasierte Ansätze wie das Robot Operating System (ROS) haben bisher keinen durchschlagenden Erfolg verzeichnet.

Problem 2: Mehrere von KMUs wahrgenommene Barrieren bei der Einführung von Robotern

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sehen mehrere Barrieren, wenn sie vor der Entscheidung stehen, ob das Unternehmen Roboter einsetzen soll oder nicht. Einige dieser Herausforderungen, in der Reihenfolge ihrer abnehmenden Relevanz, sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Bei näherer Betrachtung wird schnell klar, warum die meisten KMUs noch nicht bereit sind in die Automatisierung einzutauchen. 

Problem 3: Es gibt limitierende Faktoren für eine Masseneinführung von Robotern

KMUs sind nicht die einzigen Unternehmen, die bei der Einführung von Robotern vor Herausforderungen stehen. Neben den Faktoren, die bereits in Problem 2 erwähnt wurden, gibt es weitere einschränkende Faktoren, die die Masseneinführung von Robotern beeinflussen. Zu diesen Faktoren gehören:

  • Verzögerung bei der Einrichtung: Da die Zahl der installierten Roboter jährlich um 30% wächst, während die jährliche Wachstumsrate der verfügbaren Ingenieure nur etwa 2% beträgt, beträgt die Wartezeit für einen Systemintegrator etwa 4 Monate.
  • Hardware-Abhängigkeit: Jeder Roboterhersteller stellt seine eigene proprietäre Programmiersprache und -umgebung sowie seinen eigenen Technologiestack zur Verfügung, weshalb nichts von dem Code für andere Roboter wiederverwendet werden kann.
  • Expertenwissen erforderlich: Roboter werden von spezialisierten Experten programmiert, die eine umfangreiche und teure Schulung für einzelne Plattformen durchlaufen. Im Durchschnitt kann ein Ingenieur nur zwei Arten von Robotern richtig handhaben.
  • Fast 75 % der Gesamtlebenskosten eines Roboters sind softwarebezogen. Neben einer einmaligen Investition in die Roboter-Hardware ist also jede Anpassung seiner Software, die durch einen geänderten oder völlig neuen Prozessschritt verursacht wird, mit hohen Kosten verbunden, um Anwendungen zu automatisieren. Der ROI ist also schwer vorhersehbar, was viele Unternehmen von einer Automatisierung mit Robotern abschreckt.

Problem 4: Der Industrie fehlt eine einheitliche Roboter-Software-Plattform

Die Branche arbeitet derzeit so, dass jedes einzelne Projekt, selbst innerhalb desselben Unternehmens, eine von Systemintegratoren entwickelte, projektbezogene Lösung erfordert. Das ist nicht nur kostspielig, sondern auch extrem zeitaufwendig, weshalb Verzögerungen entstehen, die durch eine einheitliche Roboter-Softwareplattform vermieden werden können.

Problem 5: COVID-19 treibt die Massennachfrage nach Robotern an

Niemand hätte eine solche globale Pandemie vorhersehen können, aber sie ist jetzt da, und sie stellt für mehrere Branchen ein großes Problem dar. In vielen Fällen ist die praktische Produktion in Fabriken die einzige Möglichkeit, wie solche Industrien funktionieren und daher ist Home-Office keine Option. Die Entfernung des „menschlichen Faktors“ aus solchen Fabriken stoppt den gesamten Produktionsprozess, weil die notwendigen Alternativen nicht geschaffen wurden. Daher sind die meisten Produktionszyklen noch nicht widerstandsfähig gegen unvorhersehbare Einschränkungen wie neue Krankheiten. Dadurch ist das Leben von Millionen von Menschen in Gefahr und die Folgen nicht absehbar.

Diese Probleme mögen ziemlich überwältigend erscheinen, was sie auch wirklich sind. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sie alle bereits gelöst wurden! Der nächste Artikel in dieser Serie präsentiert Einzelheiten darüber, wie Wandelbots jedes dieser Probleme angegangen ist und dadurch Roboter für jeden verfügbar gemacht hat. Der Artikel wird bald veröffentlicht, also abonnieren Sie unseren Newsletter und folgen Sie uns durch die sozialen Medien, um die passenden Informationen zur richtigen Zeit zu erhalten. Falls Sie sich noch nicht für unsere TracePen Launch Webinare registriert haben, ist jetzt der beste Zeitpunkt dafür!

„50% aller Aufgaben werden bis 2025 von Robotern übernommen“
World Economic Forum 2018

Über den Autor

Martin Wanitschke

VP Business Development

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  1. TracePen Launch Series 2: Die Lösung für die Probleme der Heutigen Industrie | Wandelbots - […] ersten Artikel dieser Serie haben wir die Hauptprobleme der heutigen Industrie zusammengefasst. Falls Sie noch […]

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